Foodprinter-Essen aus dem 3 D Drucker?

Es liest sich wie eine Schnapsidee eines überdrehten Erfindergenies Marke Doc Brown (“Zurück in die Zukunft”). Dabei ist es die Idee eines amerikanischen real existierendem Unternehmens names “Natural Machines”. Das Gerät hört auf den niedlichen Namen “Foodini” und druckt anscheinend einfach alles. Ein Mini-Eifelturm aus Insektenprotein, kein Problem oder einen essbaren Irrgarten aus Erdbeerkonzentrat oder aber auch ein mit-essbares Geschirr aus Maiskörnern, alles nur eine Softwarefrage. Die Firma bewirbt ihr neues Produkt stolz folgendermassen: “Der erste 3D Nahrungsdrucker, der jede Art von echten, frischen und nahrhaften Essen drucken kann-egal ob pikant oder süß”.

In einem kurzen Videoclip des Herstellers kann man sich persönlich von der totalen Überflüssigkeit dieser Erfindung überzeugen:

Foodinivideo

Oder hat jemand vielleicht doch eine vernünftige Verwendungsidee?

 

 

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Gasthaus zum Raben

Das Gasthaus „Raben“ zählt schon seit einigen Jahren zu den kulinarischen Highlights der Region Freiburg. Dieses Jahr wurde die Arbeit von Familie Ditsch mit einem Michelinstern belohnt. Die Lage von dem Restaurant ist einmalig. Nur wenige Kilometer von Freiburg entfernt und doch inmitten einer grünen Naturlandschaft. Das Haus selber verströmt mediterranen Charme. Steffen Ditsch hat sich einer regionalen und bodenständigen Küche verschrieben. Das zeigt sich schon allein daran , dass auf der Sonntagskarte zum Lunch ein dreigängiges badisches Traditionsmenü angeboten wird, zu einem extrem fair kalkulierten Preis von 28 Euro. Ansonsten listet die Karte zwei Menüs auf (hier inklusive aller gewohnten internationalen Feinschmeckerzutaten),  von denen eines ein anspruchsvoller vegetarischer Fünfgänger  ist. Die einzelnen Gänge der Menüs können auch à la carte bestellt werden.

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Feines vom Hanselihof

Der Hanselihof ist anders wie der Name vermuten lässt, kein Restaurant sondern eine Genussmanufaktur. Hunderte von ungewöhnlichen Essigsorten stellen die Basis des Angebotes dar, darunter auch hausgemachter Balsamico. Daneben gibt  Konfitüren, Nudeln, Öle und vieles andere Finefood. Die Produkte vom Hanselihof finden sie auf vielen Wochenmärkten der Region oder auch im Internet. Der oben abgebildete Walnuss-Himbeeressig ist so etwas wie der Blockbuster vom Hanselihof, ungewöhnlich und lecker!

Man merkt es, hier lebt ein Quereinsteiger seinen Traum .

 

Genussmanufaktur Hanselihof

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Gasthaus zum Rössle

Diese Gasthaus in Bollschweil-St.Ulrich bei Freiburg ist ein besonderer Ort. Nicht nur weil das Haus mittlerweile 190 Jahre in Familienbesitz ist und die traditionelle Behaglichkeit eines typischen Schwarzwaldhofes ausstrahlt. Sondern auch, weil man versucht in den dunkel getäfelten Räumlichkeiten zeitgemässe und regionale Speisen auf den Teller zu bringen, das auch noch sehr fair kalkuliert. Dies wird von verschiedenen Genussführer mit einer positiven Erwähnung honoriert. So auch im neuen “Slow Food Genussführer Deutschland”.

Hier mein Bericht:

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Welcher Wein gehört ins Risotto?

Dieser Frage geht die Redakteurin Ursula Heinzelmann in der April/Mai Ausgabe des “Slow-Food” Magazins nach. Es überrascht mit welcher Neugier und Tiefe sich die Autorin in dieses Geschmacksabenteuer stürzt. Die Zeiten von El Bulli und seinen Geschmackslabor werden hier heraufbeschworen. Spannend!

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Sassicaias kleiner Bruder

Es gibt diese ganz grossen Weine, diese Monumente der Weinkultur. Dazu zählt  auch der italienische Sassicaia. Leider werden diese grossen Weine immer unbezahlbarer für den Normalverdiener. Ein kleiner Ausweg stellen oft die sogenannten Zweitweine der Topweingüter dar. Mit etwas Glück weisen sie die gleiche Stilistik wie ihre grossen Brüder auf, oft sind sie etwas leichter zugänglich und früher trinkreif. Der Guidalberto 2010 stellt so einen Glücksfall dar.
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Very British

Man könnte meinen, das wäre Sissinghurst im Markgräflerland. Die Rede ist von “Landhaus Ettenbühl”. Seit nunmehr fast 40 Jahren arbeitet Gisela Seidl hier an Ihrem Traum: ein Landschaftsgarten im englischen Stil. Der Garten und das dazugehörige Landgasthaus im Laura Ashley Look, liegt in der Nähe von Bad Bellingen. Ein British Garten Shop und eine Rosen-Staudengärtnerei gehören auch noch dazu. Bekannt ist das Gasthaus für seine authentische English-Teatime inklusive Scones und Clotted Cream, sowie für seinen Sonntagsbruch.

Hier mein Bericht.
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Fegato alla Veneziana

In Venedig führt eigentlich kein Weg vorbei an dieser regionalen Spezialität:
“Leber auf venezianische Art”.
Ich hab es allerdings in recht mässiger Qualität serviert bekommen. Selbst die weisse Polenta, die dazu serviert wurde, hat es nicht rausgerissen. Daher offeriere ich Ihnen hier das (hoffentlich) authentische Rezept  dieser Leber-Spezialität.

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Artischocken in Olivenöl garen

In einer  venezianischen Trattoria deren Essen ansonsten nicht besonders erwähnenswert war, gab es als Gemüsebeilage Artischocken in Olivenöl. Die waren allerdings ein Traum. So wohlschmeckende Artischocken hatte ich bisher selten auf de Teller gehabt. Wie mir der Koch verraten hat, besteht der Trick darin die Artischockenböden direkt im Olivenöl zu pochieren.

Hier das Rezept dafür:

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Sansho Bergblütenpfeffer

Die Gewürzfirma Wiberg hat ein neues Produkt im Programm, Sansho Bergblütenpfeffer. Der Pfeffer wächst in einer unzugänglichen Berggegend in Japan, die nur über Trampelpfade zu erreichen ist, dadurch ist er auch schwer zu ernten. Er hat einen starken Zitronen ähnlichen Duft und ein scharf-säuerlichen, exotischen Geschmack. Die Firma Wiberg empfiehlt ihn für Fischgerichte, Geflügel, Wokgerichte oder auch Süssspeisen. Der Pfeffer ist verwandt mit dem in der chinesischen Küche beliebtem Szechuanpfeffer.

Da tut sich ein weites,neues Experimentierfeld auf.

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Das Herz bleibt unverkäuflich

Der Satz steht auf den roten Kunststofftüchern, die den Fischmarkt von Venedig vor der Sonne schützen sollen. Ein Graffiti der nachdenklichen Art. Was die Macher damit ausdrücken wollen, kann ich als Fremder natürlich nur erahnen. Aber dazu später.

Venedig ist eine traumhafte Stadt und das trotz Touristenmassen, Umweltsorgen, Logistikproblemen und nicht zuletzt Flutproblemen. Wohl keine Stadt der Welt weist eine derartige Ansammlung von Kunst pro Quadratkilometer auf. Venedig platzt förmlich vor lauter Kunst und die Stadt hat diese magische Aura, dieses gewisse Etwas, dem man sich nur schwer entziehen kann. Es ist wie ein Virus der einen infiziert und einen leichten rauschähnlichen Zustand erzeugt. Ich lächle in Venedig über Dinge die mich in München oder Basel nur aufregen würden. Was muss diese kleine, dicht bebaute Insel für eine Kraft haben, wenn alle diese Probleme ihr fast überhaupt nichts anhaben können, sie scheinen abzuperlen wie an einer Lotuspflanze das Wasser abperlt. Zumindest wirkt es so.  Und dabei sind  die Probleme tatsächlich erdrückend. Man nehme allein die 30 Millionen Touristen pro Jahr, bei einer Einwohnerzahl von nur 70 Tausend!

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Lagunenküche

(Bild zeigt Kunst im Peggy Guggenheimmuseum)

Venedig ist insgesamt ein teures Pflaster, es heisst gastronomisch das teuerste Italiens. Die 12.50 für den Cappuccino am Markusplatz kann man ja noch als “Eintrittsgeld” abbuchen. Dafür gibt es auch Kaffeehausmusik in guter Livequalität, ganztags! Eine vernünftige Pizza lässt sich auch abseits der Hauptrampelpfade für 10 Euro finden. Aber nach einem bezahlbaren Mittelklasse-Restaurant muss man suchen. Hier ein Tipp:

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Das Pizzageheimnis

Was macht eine meisterliche Pizza aus? Bisher stritten wir Blogger und Feinschmecker uns um die richtige Teigführung, das richtige Mehl oder das richtige Mengenverhältnis. Stimmt auch alles. Aber laut Daniel Favero liegt es an etwas ganz anderem und der muss es wissen, denn er gewann auf der INTERNORGA in Hamburg die Europameisterschaft der Pizzabäcker.

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Winehunter

Ich habs wieder getan!

AN 2 getrunken, diesmal Jahrgang 2011. Diesmal hat mich der Karamellton fasziniert. Ich bin immer auf der Suche nach Weinen die mehr elegant als wuchtig sind. Dieser mallorquinische Wein ist so ein Fall. Ausserdem ist die Story so schön. Ein paar Hobbywinzer tun sich zusammen und machen in ihrer Garage einen eigenwilligen Rotwein aus kleinen Parzellen und aus Rebsorten die vom Aussterben bedroht sind. Dann nimmt Slowfood den Wein in die “Arche des Geschmacks” auf und er wird zum bekanntesten Exportartikel Mallorcas. Wenn das keine Karriere ist.

AN bedeute Anima Negra (die schwarze Seele des Weines), aber so schwarz ist er zum Glück nicht.

Es grenzt wiederum an ein Wunder, dass er noch bezahlbar ist.

Gesehen bei Jeggliweine (für Schweizer Leser)
oder bei Silkes Weinkeller.

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Der Bärlauch ist los!

Wilder Bärlauch ist jedes Jahr der erste Bote des kommenden Frühlings. So früh wie dieses Jahr hab ich ihn allerdings noch nie gefunden. Oberhalb von Bad-Bellingen gibt es ein kleines Wäldchen voll mit Bärlauch (siehe Foto). Nichts wie hin, denn so zart und mild ist er bald nicht mehr.

Rezepte für Bärlauch gibt es im Netz wie Sand am Meer.

Hier meine persönlichen Favoriten:

  • Bärlauchpesto, etwas für Knoblauchliebhaber
  • Bärlauchspätzle, passen wunderbar zur Morchelsauce
  • Bärlauchbratwürste, macht mein Lieblingsmetzger (Jenzer in Arlesheim)
  • Bärlauch-Sauerrahm zu Pellkartoffeln oder mit Walnussbrot
  • Bärlauch-Ricotta-Ravioli, hausgemacht
  • Bärlauchbutter zum Steak
  • Bärlauchpizza oder Quiche
  • Bärlauchkruste zum Lamm

Um schnell eine grössere Menge zu konservieren hier das Basisrezept für Bärlauchpaste:

200 g Bärlauch, an einem trokenem Tag geerntet
300ml Olivenlöl
1 Tl Salz

Alles zusammen mixen und in verschliessbare Behälter abfüllen. Hält mehrere Monate und eignet sich für viele Anwendungen.

 

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