Kanichenrilettes auf Buchweizencräcker

Nach den Feiertagen kommt jetzt alle Welt mit Diätrezepten und leichter Küche. Da will ich unbedingt dagegen halten. (Den nur wer gegen den Strom schwimmt wird schlank).

Ich liebe französisches Gänse- oder Entenrilettes. Dieser etwas fettige aber überaus leckere Brotaufstrich. Ein Grundpfeiler der französischen Küche. Ein französischer Koch (Eric) war es auch, der mich auf die Idee gebracht hat das selbe mal mit Kaninchenfleisch zu probieren. Mal eine neue Idee wie ich fand. Für alle Konservativen hier vorher noch kurz das Originalrezept:

Gänserilettes klassisch

Kaninchenrilettes mit Maulbeeren auf Buchweizencräcker (2-4 Pers. als Vorspeise)

2 Kaninchenkeulen
200 ml Kalbsfond
100 ml Weisswein oder Marsala
2 El getrocknete Maulbeeren, ersatzweise Aprikosen
1 kleine Zwiebel, geschält
1 Zimtstange
3 Nelken
1/2 El weisse Pfefferkörner
1 Zweig Rosmarin
Meersalz und Pfeffer zum abschmecken
100 g Schweineschmalz

Kalbsfond und Wein mit den Gewürzen, der geriebenen Karotte und der halbierten Zwiebel aufkochen. Die Kaninchenkeulen dazugeben und soviel Wasser dazugeben, das die Keulen bedeckt sind.
So 3 Stunden köcheln lassen. Die Kaninchenkeulen abtropfen lassen und das Fleisch vom Knochen lösen. In 3 cm grosse Würfel schneiden und anschliessend mit einer Gabel zerdrücken. Den Kochfond stark einkochen und 4 El davon mit dem Fleisch vermengen. Die gekochten Maulbeeren ebenfalls dazugeben, in kleine Einmachgläser füllen. Das Schweinefett zerlassen und darüber geben. Kühl stellen.

Buchweizencräcker (für ein Backblech)

140 g Leinsamen
140 g Paranüsse
120 g Buchweizen
50 g Kürbiskerne
1 kleine Karotte fein gerieben
1 kleine Knoblauchzehe
Rosmarin, getrocknet,
1/2 Tl Salz
Prise Chiliflocken

Den Leinsamen für 4 Stunden in der gleichen Menge Wasser einweichen. Paranüsse, Buchweizen und Kürbiskerne in einem Küchenmixer grob mahlen. Dann mit den Leinsamen und den Gewürzen in den Mixer geben. 200 ml Wasser dazugeben und kurz mixen. Falls nötig noch etwas mehr Wasser dazugeben damit ein geschmeidiger Teig entsteht, den man ausstreichen kann.

Ein Backblech mit einer Backsilikonmatte belegen und den Teig darauf ausstreichen. Er sollte zum Schluss circa 3-5 mm dick sein. Den Ofen auf 50 C° stellen und die Cräcker 5 Stunden, bei leicht
geöffneter Ofentür (Holzkelle dazwischen stecken!) trocknen lassen. Dann die Teigplatte mit einem Plastikschaber in die gewünschten Stücke teilen und diese umdrehen. Nochmals 2 Stunden trocknen lassen.

Falls ihnen der Aufwand zu hoch erscheint, sie erhalten hier eine Art Rohkostbrot, noch dazu Glutenfrei, Low Carb und lecker. Aber natürlich können sie es auch im Bioladen kaufen. Der Kilopreis liegt  bei 50 Euro!!! Kein Wunder bei den tollen Zutaten.

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  1. Nina sagt:

    Auf Korsika gab es das sogar von Grillhähnchen.
    Sehr lecker!
    Habe es aber bis jetzt noch nicht wieder gefunden.

  2. Cheriechen sagt:

    Lieber Ralf, dein wunderschönes Rezept hat mich so angemacht, dass ich es nachgebacken habe, natürlich verändert, ich schaffe es (leider) nie, mich genau an ein Rezept zu halten.
    Die Kaninchenrillettes muss noch warten, bis die Feiertagskilos runter sind, aber ein Knäcke mit Buchweizen, traumhaft!
    Herzlichen Dank!
    Liebe Grüße
    Cheriechen

    Guckstdu
    http://boulancheriechen.wordpress.com/2014/01/11/buchweizenknacke-mit-walnussen-und-saaten/

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