Pommes sarladaise

Sarlat-la-Canéda ist eine nette Kleinstadt im Perigord. Das nach ihr benannte
Kartoffelgericht ist eine Art Super-Bratkartoffel, kross und knusprig wie die
normalen Bratkartoffeln sein sollten, aber selten sind. Das A und O ist die Wahl
der richtigen Kartoffelsorte, möglichst zwischen vorwiegend festkochend und
mehlig. Ich hab es mit der Sorte Agria probiert. Im Perigord lieben es die Leute
eher deftig, daher gehört unbedingt etwas Gänseschmalz an die Kartoffeln. Für
alle Gesundheitsapostel die jetzt aufschreien, schauen sie doch bitte mal kurz bei
Google vorbei und geben sie den Begriff  ein “französisches Paradox”.
Traditionell gibt es im Perigord dazu eingemachtes Entenfleisch oder andere
deftige Spezialitäten, genau das Richtige bei unter Null Grad.

Roh gebratene Kartoffelscheiben(2 Pers.)

500 g Kartoffeln z.B. Agria oder Bintje
neutrales Bratöl (z.B. Rapsöl)
1 El Gänseschmalz
1 El gehackte , glatte Petersilie
Salz, Pfeffer

Die Kartoffeln schälen und in 3 mm dicke Scheiben schneiden. Diese in kaltes Wasser
legen und 10 Minuten wässern. Danach auf ein Sieb geben und nochmals mit Wasser
gründlich abspülen. Auf ein Tuch geben und gründlich trocken tupfen. Eine beschich-
tete Pfanne erhitzen und die Kartoffelscheiben mit etwas Öl bei mittlerer Temperatur
braten lassen, öfters wenden. Wenn die Kartoffeln knusprig, goldgelb und gar sind mit
Salz und Pfeffer würzen. Zum Schluss das Gänseschmalz dazugeben und noch kurz
braten lassen. Die Kartoffeln mit gehackter Petersilie bestreuen und auf Küchenpapier
kurz entfetten, dann sofort servieren.

Wer es noch rustikaler mag nimmt nur Gänseschmalz zum braten.

 

 

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  1. Diese Kartoffeln springen einen regelrecht an, man meint es ja schon fast knuspern zu hören. Dazu Confit de Canard stelle ich mir köstlich vor. Was hast Du dazu serviert? Mindestens genau so wichtig wie die Wahl der Kartoffelsorte ist meiner Meinung nach auch die Verwendung der richtigen Pfanne – so eine richtig schön eingebratene Eisenpfanne ist dazu perfekt.

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