Restaurant “The Black Rock” St. Ives, Cornwall

St. Ives kann man mit Fug und Recht als die “Touristenhauptstadt” von Cornwall bezeichnen. Das alltägliche Gedränge in der Fore Street zeigt es an, hier ist ein Hot Spot touristischer Aktivitäten. Man muss aber auch eines erwähnen, St. Ives ist wirklich schön, bei klarem Wetter gar eine Sensation. Diese Mischung aus Kunstflair, maritimem Leben und Rosamunde Pilcher Feeling hat es in sich. Kein Wunder, dass es hier eine beträchtliche Anzahl guter Restaurationsbetriebe gibt. “The Black Rock” ist eines von Ihnen.

Das Restaurant liegt nur 100 Meter von der Hafenmole entfernt, damit aber schon etwas abseits vom Haupttouristenstrom. Alle wollen zum Wasser schauen, will man da in einer Seitenstrasse überleben, muss man schon mit etwas Besonderem dagegenhalten. “The Black Rock” versucht es mit authentischer cornischer Küche, mit guten saisonalen Produkten zu vernünftigen Preisen. Dass man nur abends geöffnet hat, ist sicherlich ein Kompromiss wegen der abseitigen Lage. Auf der Karte finden sich etwa fünf Vorspeisen und die gleiche Anzahl von Hauptgängen. Von 7.50 bis 23 Pfund findet man so einige interessante und preiswürdige Vorschläge. Natürlich auch Meeresfrüchte und Fischgerichte, dazu hausgemachte Terrinen, Gnoccis, Jakobsmuscheln und Ribeyesteak der Trevaskis Farm.

Wir probieren das bretonische (!?) Krabbengratin. Krebsfleisch unter einer Béchamelsauce mit Brotkruste. Gut gewürzt, aber doch eine ziemlich schwere Angelegenheit. Der darauf folgende Seehecht in Serranoschinken, kommt mit gedünstetem Lattich und gedämpfter Roter Beete, als Beilage serviert man Pommes Frites im Entenfett frittiert. Der Fisch war etwas zu lange in der Pfanne mit der Folge, dass der Schinken und der Fisch etwas zu trocken waren. Die Gemüse sind ausgezeichnet, ebenso die Entenchips. In der offenen Küche arbeitet man zu dritt gut gelaunt und wie es aussieht ohne viel Stress. Es sind aber auch zur Zeit früh am Abend nur drei Tische besetzt. Dann sollten solche Garfehler eigentlich nicht passieren.

Das Dessert “Rhabarber-Crumble mit hausgemachtem Zitronen Vanilleeis” überzeugt ebenfalls nicht vollständig.  Das Gratin ist gut, aber das Eis schmeckt einfach zu extrem nach Zitronenbacköl und erinnert damit stark an deutschen Käsekuchen aus der Kühltheke.

Für ein Restaurant in dieser etwas versteckten Lage ist das ein gefährlich durchwachsenes Ergebnis. Es fehlt etwas an Feinschliff, Phantasie und kulinarischer Abenteuerlust.

Noch eine Wort zum Service. Der Junge Mann der uns bedient hat, machte das ausgesprochen gekonnt und höflich.

www.theblackrockstives.co.uk

St Ives, Market Place
Tel. 01736-7919111

 

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