Das Ohr isst mit

Ich habe mir erlaubt den allgemein bekannten Sinnspruch “Das Auge isst mit” mal leicht abzuwandeln. So passt es besser zu meinem heutigem Thema. Viele Köche haben nämlich eine poetische Ader. Anders kann ich mir jedenfalls nicht erklären, warum immer mehr Dichtkunst auf den Speisekarten der Republik zu finden ist. Hier einige Beispiele:

  • Symphonie von Meeresfrüchten und Fisch im Seegras (schöööön)
  • Trilogie vom Bio-Freilandschein mit seinem Ravioli (ach!)
  • Zartes Wildlachsfilet an schaumiger Gartenkräutersauce mit krossem Gemüsestroh (hoffentlich)
  • Herbstliche Phantasie vom Schwarzwald Reh mit seiner 24 Stunden Sauce (hier wird hart gearbeitet)

Ich weiss nicht mehr wer die alles entscheidende Frage gestellt hatte, aber ich glaub es war auch ein Profikoch, “Welcher Fisch geigt denn da?”.

 

 

Print Friendly
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten auf Das Ohr isst mit

  1. Gabi Neffgen Bremen sagt:

    Im Seegrass muss sehr darauf geachtet werden dass die Doraden filitierten Kontrabass spielen,der Loup de mere auf Specksaiten Cello spielt,die Muscheln nur in Barockschalen auftreten und die obligatorischen Garnelen fettige Fummelklappen an ihren Blasinstrumenten haben.Der Dirigent sollte nichts anbrennen lassen! Fazit:Fische geigen nicht ! (werden höchstens mal an die Bratsche gelassen) Das meint Neffi

  2. DirkNB sagt:

    Erinnert mich an Gehobelter Lammhackgrillbraten an fein gewiegtem Weiß- und Rotkrautsalat mit Tranchen von der Tomate und der Gurke unter Anwesenheit einer Sauce Aioli. Packt man alles in ein zur Tasche aufgeschnittenes Fladenbrotviertel, wird ein Döner draus. ;-)

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>