Welcher Wein gehört ins Risotto?

Dieser Frage geht die Redakteurin Ursula Heinzelmann in der April/Mai Ausgabe des “Slow-Food” Magazins nach. Es überrascht mit welcher Neugier und Tiefe sich die Autorin in dieses Geschmacksabenteuer stürzt. Die Zeiten von El Bulli und seinen Geschmackslabor werden hier heraufbeschworen. Spannend!

Die Autorin nimmt fünf Weine unter die Lupe und zwei Zubereitungsarten des Risotto. Einmal Spargelrisotto und  Risotto als Resteverwertung knusprig gebraten. Wobei mich vor allem das Ergebnis für Spargelrisotto interessiert hat.

Die Fünf Wein Kanditaten:

  • Ein trockener Müller-Thurgau aus Sachsen
  • Ein Riesling Sekt von der Saar
  • Ein trockener Auxerrois aus dem Rheingau
  • Zwei Spätburgunder, Pfalz und Bodensee

Eindeutiger Überraschungssieger der trockene aber säurearme Auxerrois. Rieslingsekt geht garnicht. “Kohlensäure und cremige Stärke vertragen sich nicht”. Ein harter Schlag für alle Edelköche der Topgastronomie, die so gerne Champagnerrisotto auf die Karte setzen.

Was man diesem Test aber doch ankreiden muss ist die Frage, warum kein italienischer Wein für so ein uritalienisches Gericht wie Risotto getestet wurde? Ausserdem ist Rotwein  für so manche Risotto-Zubereitungen sicherlich passend, aber für Spargelrisotto doch eher etwas abwegig. Wenn schon Rotwein zu Spargel, dann so etwas wieder pimonteser Grignolino.

Übrigens: Das Magazin ist insgesamt sehr lesenswert!

 

 

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4 Antworten auf Welcher Wein gehört ins Risotto?

  1. Doris Eva sagt:

    Guter und interessanter Artikel!
    ich liebe Risotto mit einem guten Wein!
    ich habe auch einen anderen Artikel ueber Weinen gefunden
    http://www.bravoreisen.com/erzeugnisse-der-romagna.html
    Prost!
    Didi

  2. An mein Spargelrisotto (weiß) kommt nach Möglichkeit “Myrto” von Foradori, eine Cuvée aus Sauvignon Blanc, Incrocio Manzoni und Pinot Bianco. Zwar aus Südtirol aber immerhin fast Italien ;)
    Hingegen habe ich in der Edelgastronomie noch nie ein Champagnerrisotto auf der Karte gesehen, allerdings frage ich mich doch, wie denn überhaupt die Kohlensäure nach Ablöschen und Kochen am Ende noch schmeckbar ist.

  3. Ach so. Ich bin – warum auch immer – vom Ablöschen ausgegangen.

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