Plan B

Es gibt so Tage in der Küche da funktioniert einfach nichts wie es soll.
Liegt es vielleicht an den Sternen, am Luftdruck oder am Winterblues?
Keine Ahnung. Auf jeden Fall ist es mir am Sonntag passiert. Meine
Rind muss eine alter Kampfstier gewesen sein. Nach vollen 8 Stunden
Garzeit hatte das Stück immer noch die Konsistenz einer alten Leder-
tasche. Da half nur eines, die weisse Flagge hissen. Aber was war die
Alternative. Zum Glück hab ich meistens ein paar Riesenkrevetten im
Tiefkühler. Die lassen sich wunderbar schnell auftauen und sind ziem-
lich variantenreich einsetzbar. Ein guter Plan, wie sich später raus stellte.

Ach ja, vorweg gab es eine exquisite Rinderkraftbrühe.

Haben sie auch einen Plan B für solche Fälle?

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8 Antworten auf Plan B

  1. lamiacucina sagt:

    Nein, wir kauen tapfer auf der alten Ledertasche herum.

  2. ich habe da zum glück noch ein paar hektoliter eingemachte tomatensauce im haus ;-)
    ist aber trotzdem ärgerlich. der ganze aufwand umsonst…

  3. WildeHenne sagt:

    Tja, also wenn das Fleisch einfach nur zäh ist, halten wir das hier wie Robert. Lange kauen und tapfer schlucken. Auch kleinere Malheurs der Küchenchefin werden galant überspielt. Wenn hingegen das Gericht wirklich komplett abverre… ist (z. B. total verbrannt), dann heisst der Plan B Spaghetti Sugo. Sugo koche ich immer 5 kg auf Vorrat. Den füll ich heiss in Gläser ab, und bei Plan B koch ich nur noch Spaghetti und schraub ein Glas auf.

  4. Mike sagt:

    Witzig, ich halt’s da wie die Wilde Henne, Bolognese ist immer im Tiefkühler und eine Lasagne schnell gemacht. Obwohl wir auch schon wie Robert verfahren, und uns tapfer durchgekaut haben. Passiert übrigens auch in Restaurants: In Arbon in der Schweiz hatte ich eine Schweinshaxe, die konnte man nur mit Hammer und Meißel essen.

  5. kelef sagt:

    bei uns hält sich das unglück in solchen fällen in grenzen: hund liebt gekochtes rindfleisch …
    und die suppe ist allemal essbar. für diesen fall sind hier immer leberknödel und lungenstrudel eingefroren. ich koch immer zuerst das “gute” gemüse, stell das dann zur seite und koch anschliessend das fleisch mit weiterem suppengemüse (hund mag das gemüse gerne seeehr ausgekocht). schon gibt es suppentopf für alle.

    die schönsten teile von zähem rindfleisch kann man auch hauchdünn aufschneiden und entweder zusammen mit feinen nudeln in die suppe tun, oder einen rindfleischsalat draus machen. oder das fleisch sauer: also mit zwiebel, essig und natürlich kernöl. hauptsache, wirklich fein geschnitten.

    ansonsten sind hier immer ein paar portionen halbfertiges ragout eingefroren, ausgelöster hauskaninchenrücken, hühnerleber, je nachdem wie viele vom unglück betroffene vorhanden waren gab es dann auch schon einmal vier vor- und keine hauptspeise.

    man muss nur überzeugend genug sagen: das muss so sein.

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