Rotzunge Müllerinart

Eigentlich ein typisches Seezungenrezept, aber die sind ja mittler-
weile fast unbezahlbar geworden. Die Rotzunge ist etwas brüchiger
im Fleisch und vielleicht fehlt ihr das letzte quäntchen Finesse. Aber
lecker ist sie allemal, vor allem auf der Gräte gebraten. Unser Koch-
Übervater Escoffier erwähnt allein 163 (!) Zubereitungsarten für die
edle Seezunge, aber das war in den goldenen zwanziger Jahren als die
Weltmeere noch voller Fisch waren.

Der Witz an meinem Rezept ist, dass die Rotzunge zunächst “auf der
Gräte” gebraten wird, um sie dann nach dem Braten zu filetieren und
neu zusammen zu setzen. So müssen sich ihre Gäste nicht mit Gräten
herumschlagen.
(Meine Rotzunge war ziemlich groß, daher sehen sie auf dem Foto nur
die eine Hälfte)

Rotzunge Müllerinart mit gedünstetem Fenchel (2 Pers.)

2 Rotzungen je ca. 400 g ohne Haut, ausgenommen
3 El Mehl
Neutrales Bratöl oder Buttaris
2 Fenchelknollen
0,1 g Safran gem.
80 g Butter
1 Zitrone
Salz

Von den Rotzungen den Kopf entfernen und mit einer Fischschere die
seitlichen Gräten knapp am Filet abschneiden. Von beiden Seiten mit
Salz würzen.

Den Fenchel in einzelne Blätter zerlegen und diese jeweils in Rauten
schneiden. Den Safran mit einigen Esslöffel lauwarmen Wasser über-
gießen. Einen Teelöffel Butter in einen Topf zerlassen und den Fenchel
kurz darin anschwitzen. Mit dem Safranwasser ablöschen, mit Salz
würzen und zugedeckt gar dünsten.

Die Rotzungen in Mehl wenden und mit Öl von jeder Seite einige Minu-
ten braten. Auf ein Schneidebrett legen und von der Mitte aus die Filets
auslösen, anschließend diese neu zusammensetzen. (Das ist viel einfacher
wie es sich zunächst anhört).

In einen Topf die restliche Butter kurz aufschäumen und alles zusammen
servieren.

 

Print Friendly
Dieser Beitrag wurde unter Rezepte abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten auf Rotzunge Müllerinart

  1. Wilde Henne sagt:

    Fenchel ist ja mein Lieblingsgemüse. Aber mit Safran hatte ich ihn noch nie, kann ich mir aber sehr gut dazu vorstellen. Wird demnächst ausprobiert.

    Bei uns muss jeder seinen Fisch selber filetieren – bei vier Personen komme ich ja sonst nie zum Essen ;-)

    • ralf sagt:

      Ein großer Fisch reicht für zwei. Das Filetieren dauert (mit etwas Übung) 30 Sekunden.
      Für 4 Personen also eine Minute! Wenn´s doch 2 Minuten dauert wird auch niemand reklamieren,
      denke ich. Aber am Stück ist natürlich auch gut.

  2. Michael sagt:

    Ich hätte Tips zum Thema Spam-Mails.
    .
    Du könntest eine neue Mail-Adresse verwenden. Oder von deinem Mail-Administrator (deinem Bruder) eine neue einrichten lassen.
    .
    Oder du wendest dich an deinen Mail-Administrator (deinen Bruder),
    damit dieser einen Spamfilter einrichtet.
    Dazu müsstest du mir eine Liste der Wörter zukommen lassen, die ich sperren soll.
    So ein Spamfilter hilft zwar nicht hundertprozentig. Aber immerhin doch ganz gut.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>