Huhn im Heu

Die Idee zu diesem Gericht geht zurück auf die legendäre
Irma Dütsch, die bis 2004 im Restaurant “Fletschhorn” in
Saas Fee ihre Gäste beglückte (ich hatte leider nie das Ver-
gnügen). Umso besser, dass ich eines ihrer Rezepte gefunden
hab. Ich liebe den Duft von
echtem  Alpheu, es ist für mich das
Parfüm der Alpen. Nehmen sie für dieses Gericht ein Biohuhn
aus Freilandhaltung, z.B eine kräftige”Label Rouge”-Poularde,
aber auch mit einem Perlhuhn wird es sicherlich bestens funk-
tionieren.

Ein so gegartes Huhn ist an Zartheit kaum zu überbieten und
ihr Zuhause verwandelt sich durch den betörenden Duft sofort
in ein Schweizer Chalet.

Greyerzer Poularde im Heu mit Kartoffelpüree (2 Pers.)

1 Poularde ca 1,1-1,3 kg
Pfeffer, Salz
150 gr grobe Gemüsewürfel (Sellerie, Karotten, Petersilie
wurzel)
2 Handvoll Bio-Bergheu (Kleintierzoohandlung oder im Sommer
selbst gesammelt)
150 ml Weißwein
100 ml Gemüsebrühe

150 g Mehl
ca. 50 ml Wasser

Kartoffelpüree für 2 Personen

Die Poularde innen und außen würzen. In einen großen
Schmortopf die Gemüsewürfel mittig einlegen, das Huhn
daraufsetzen und nun ringsherum mit Heu auskleiden und
mit Weißwein und Gemüsebrühe angießen.

Aus Mehl und Wasser einen Teig kneten. Diesen zu einem
langen Strang ausrollen und auf den Rand des Topfdeckels
kleben. Damit den Topf verschließen.

Bei 180 C° Umluft 70 Minuten backen. Den Deckeln entfernen,
das Poulet kurz ruhen lassen, zerteilen und in eine Feuerfeste
Form setzten und nochmals unter den Ofengrill stellen, damit es
schön kross wird.

Bei mir gab es noch eine paar Steinpilze dazu.


Welch ein Duft in der Küche !!!!!!

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4 Antworten auf Huhn im Heu

  1. Micha sagt:

    Oh, Heu rieche ich auch besonders gerne. Das Rezept ist abgespeichert bis zur nächsten Heu-Ernte! Schmeckt das Huhn dann eigentlich ein bißchen wie das Heu riecht??

    Du, und Ralf, würdest du am Sonntag bei mir vorbeigucken – ich hätte dort und dann gerne deinen Rat…
    …viele liebe Grüße, Micha

    • ralf sagt:

      Es schmeckt nicht nur ein wenig nach Heu, sondern kräftig. Mit dem vorbeigucken wird´s glaube ich
      schwierig, wie ich gesehen habe wohnst du nicht gerade um die Ecke.

      Ralf

  2. Vielen Dank für das interessante Rezept, das wird nächste Woche direkt ausprobiert. Mal was anderes, als das klassische Brathendl.
    Ist es denn zwingend nötig, dass Huhn zu zerteilen oder könnte ich es nach der Garzeit auch im Ganzen nochmal kurz unter den Ofengrill schieben? (Ich bin noch nicht so bewandert, in der Fleischzubereitung und das wird auch mein erstes im Ganzen verarbeitetes Huhn, daher frage ich lieber nach. :) )
    Schöne Grüße,
    Ramona

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