Verboten gutes Eis

“Merkt ihr schon was?”, das war die Standardfrage in den alten Zeiten
auf den WG Cookie-Parties, verdammt lang her. Alles, was verboten
ist, zieht uns magisch an, das ist menschlich. Wenn etwas dann auch
noch als aphrodisierend gilt, gibt es kein Halten mehr. Die Tonkabohne
verspricht beides, wenigstens ein bisschen. In den USA ist sie verboten,
in Europa nur in geringen Mengen als Nahrungsmittel zugelassen. Ach
so, fast hätte ich es vergessen, halluzinogen soll sie auch noch sein.

Also Vorsicht, für etwaige Nebenwirkungen übernehme ich keine Ver-
antwortung, fragen sie lieber ihren Apotheker.

Davon abgesehen ist ihr Geschmack einfach sensationell: dunkel, exotisch,
wild und geheimnisvoll.

 

Tonkabohneneis

0,25 L Sahne
0,25 L Milch
100g  Zucker
2 g Johannisbrotkernmehl (Reformhaus)
5-7 Tonkabohnen (grob zerstoßen)
2 Eigelb

Sahne, Milch und Zucker mit der Tonkabohen in einen Topf geben.
Das Johannisbrotkernmehl einrühren und alles aufkochen. 15 Minuten
ziehen lassen. In eine Schüssel die zwei Eigelb geben und mit der noch
heissen Flüssigkeit verrühren. Durch ein feines Sieb abpassieren und
in den Kühlschrank stellen. Wenn die Masse abgekühlt ist in einer
Eismaschine gefrieren lassen.

Hier finden sie weitere Infos.

http://de.wikipedia.org/wiki/Tonkabohne

 

Hier gibt es die Tonkabohnen:

https://www.bosfood.de

 

Hier gibt es Tonkabohneneis falls sie es nicht selber machen möchten:

http://www.dreamofice.ch/

 

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  1. restauro sagt:

    Tonkabohnen sind senasationell.
    Kann ich nur bestätigen!

  2. Primaroma sagt:

    Um Tonkabohnen schleiche ich gedanklich schon lange herum, jetzt sind sie fällig, habe ich beschlossen – danke für den finalen Anstoß. Was mich aber noch interessieren würde: merken Sie schon was, oder bleibt es bei vagen Erfolgsaussichten?

    • ralf sagt:

      “Merkst ihr schon was”? Die Antwort war meistens “Ich weiss nicht genau, gib mir mal noch´nen Keks”.
      In Tonkabohnenfall würde ich folgendes sagen: Die Wirkung wurde wahrscheinlich etwas abgemildert,
      wenn nicht sogar neutralisiert, durch eine eisgekühlte Flasche Yvorne.

  3. Wilde Henne sagt:

    Ich kenn doch wirklich viel Zeugs – aber von der Tonkabohne habe ich erst erfahren seit ich blogge. Jetzt muss ich mich doch mal umsehen, wo ich die in der Schweiz her kriege. Überall in den Blogs wird leckeres Zeugs damit gebastelt – ich will jetzt auch.
    Ach… und gegen die Nebenwirkungen habe ich ehrlich gesagt nichts und wild und geheimnisvoll liegt genau auf meiner Linie ;-) )

  4. Ulla sagt:

    Hallo,
    5-7 Tonkabohnen, kann das sein? Kommt mir sehr viel vor.Ich nehme z.B 1/2 Bohne gerieben in Kompotte, Kuchen, Kaiserschmarrn usw. und man schmeckt es deutlich.
    Gruss Ulla

    • ralf sagt:

      Vielleicht ist mein Rezept mehr wirkungsorintiert!
      Aber Spaß beiseite, gerieben kommt der Geschmack
      viel stärker raus, dafür gibt es eine unangenehme
      graue Färbung. Bei mir werden die Bohnen nur
      grob zerstoßen oder gehackt.

  1. [...] keine Ende. Den aller- meisten Spam bekomme ich in Form von Trackbacks auf meinen Artikel “v-e-r-b-o-t-e-n gutes Eis“, ungefähr 10 am Tag. Liebe Ver- käufer von Lattenrost, Babywindeln, Sonnenbrillen, [...]

  2. [...] Jahrhundert (1998) steuert das leckere Schoggiküchlein bei und das Tonkabohnen Eis wird bei Ralf mit den Adjektiven dunkel, exotisch, wild und geheimnisvoll versehen – wer kann da schon Nein [...]

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