Indisches Garnelencurry

Wir haben dieses Jahr noch gar nicht über die indische Küche
gesprochen. Nun wird´s aber Zeit. Zunächst einmal die für manche
vielleicht erstaunliche Feststellung: Authentische indische Küche
kommt völlig ohne Curry-Fertigmischung aus! Die Gewürze werden
meist in einem Steinmörser direkt vor der Zubereitung zerrieben.
(ich benutze dafür auch manchmal meine alte elektrische Kaffee-
mühle als Gewürzmühle.)
Das ergibt natürlich ein wunderbar frisches Aroma. Die Schärfe lässt
sich individuell gut dosieren, indem man mehr oder weniger Chili-
schoten verwendet, denn ehrlich, so scharf wie es die Inder essen
würden es nur die wenigsten Europäer genießbar finden.

Zum Thema Garnelen. Die beste Qualität sind rohe Garnelen mit Schale
ohne Kopf am besten Bio. Tauen sie die Garnelen im Kühlschrank auf,
entfernen sie die Schale und den Darm (auf der Rückseite einschneiden
und den Darm herausnehmen, ausspülen) und marinieren sie die Kre-
vetten mit Salz, Zitronensaft und Kurkuma.

Eines der besten indischen Kochbücher finde ich das Buch “Indische
Currys” von Camellia Panjabi. Die Rezepte sind ziemlich authentisch.
Darüber hinaus ist es noch sehr günstig.

Garnelencurry  von der Malabarküste (2 Pers.)

80 g Kokosraspel
1 El Tamarinenpaste
2 El Öl
2 Schalotten, gewürfelt
1/4 Tl Senfsaat
16  Curryblätter (falls vorhanden)
1 Tl geriebener Ingwer
3 Knoblauchzehen, gehckt
2 grüne Chilischoten, längs halbiert
1 getrocknete rote Chilischote, in Stücke gebrochen
1 Tl rotes Chilipulver
1/2 Tl Kurkuma, fertig gemahlen gekauft
1/2 Tl Koriander, gemahlen
1/2 Tl Kreuzkümmel, gemahlen
2 Tomaten. gehackt
1/2 Tl Salz
Etwas brauner Zucker
300 g rohe, geschälte Garnelen, mariniert

Kokosflocken und Tamarindenpaste jeweils mit 100 ml  heißem
Wasser übergiesssen un 30 Minuten ziehen lassen. Die Tamarind-
enpaste am Schluss ein wenig mir den Fingern auseinander drücken.
Etwas Bratbutter in einer Pfanne erhitzen und die Schalottenwürfel
kräfig anschwitzen Zunächst die Senfkörner dann die restlichen
Gewürze dazugeben und weiter rösten. Nun die Tomatenwürfel dazu-
geben. Den Tamarindensaft und das Kokoswasser durch ein feines
Sieb passieren und ebenfalls dazugeben. Aufkochen und mit Salz und
Zucker abschmecken. Alles ohne Deckel 5 Minuten kochen lassen,
bis die Sauce eine sämige Konsistenz hat. Die marinierten Garnelen
hineinlegen und mit Deckel 3-4 Minuten köcheln lassen.

 

Mit Reis servieren.

P.S. Falls sie eine frische Kokosnuß zur Hand haben, das Kokoswasser
können sie auffangen und ebenfalls ins Curry geben. Kokosnussschnitze
eignen sich gut als Dekoration.

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  1. Alexander sagt:

    Ich bin ein Liebhaber der indischen Küche und schätze es ebenfalls aus dem Buch Panjabis zu kochen. Fragen möchte ich Sie, ob man die im Rezept erwähnten Curryblätter ohne Qualitätsverlust einfrieren kann? Getrocknete sind für mich keine Option und es reut mich immer verwelkte “Reststräuche” dieser aromatischen Blättern wegzuwerfen.
    Grüsse, Alex

    PS: Diese Fotografie sieht einfach nur toll aus. Der aufsteigende Dampf aus der roten Curry hat etwas sehr feuriges, ja sogar leidenschaftliches!

    • ralf sagt:

      Hallo,

      ich glaube auch das die getrockneten Blätter nicht viel bringen die frischen sind schnell verdorben.
      Einfrieren hab ich auch noch nicht ausprobiert,wäre mal interessant.

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