Original Schweizer Käsefondue

Jetzt kommt die richtige Jahreszeit für ein deftiges Schweizer
Käsefondue. Die Fertigmischungen aus dem Supermarkt vereinfachen
zwar etwas dessen Herstellung, aber geschmacklich können sie mit
dem Original nicht mithalten, vor allem enthalten sie oft eine ganze
Reihe von unerwünschten Zusatzstoffen. Es gibt eine ganze Reihe
unterschiedlichster Rezepturen mit verschiedenen Käsesorten. Da
diese  manchmal in  Deutschland schwer zu erhalten sind, gibt es hier
den  Klassiker mit  einer Mischung aus Greyerzer und Emmentaler.

Außerdem: Vergessen sie nicht den Grappa griffbereit zu positionieren,
der hilft für Danach!

 

Schweizer Käsefondue für 4 Personen

1 Knoblauchzehe
350 ml trockener Weißwein (z.B Riesling)
400 g Greyerzer, gerieben
250 g Emmentaler, gerieben
20 g Stärke (z.B.Maizena)
25 ml Kirschschnaps
Pfeffer aus der Mühle
750 g Baguette

Das Baguette in nicht zu große, mundgerechte Würfel schneiden.

Zunächst den Knoblauch in einer Knoblauchpresse zerdrücken
und die Fonduetopf damit ausreiben (oder falls man es milder
liebt, nur mit etwas halbierten Knoblauch ausreiben). Den Wein
dazugeben und erhitzen. Nun den Käse dazugeben und unter
ständigem Rühren erhitzen aber nicht kochen, bis sich der Käse
aufgelöst hat. Dann die Stärke mit dem Schnaps glattrühren und
das Käsefondue damit binden.
Mit frisch geriebenem Pfeffer abschmecken.
Das Käsefondue auf einen Rechaud stellen und die Flamme auf Mittel
stellen.

Der Rest ist purer Genuss. Dazu trinkt man natürlich Weißwein,
stilecht am Besten einen aus der Schweiz oder den Rest vom
Riesling

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14 Antworten auf Original Schweizer Käsefondue

  1. Micha sagt:

    Manchmal weiß ich nicht, ob ich mir diesen Schmaus aufheben soll für den nächsten Besuch in der Schweiz. Jetzt denke ich gerade wieder, dass mir das als Liebhaber von geschmolzenem Käse zu lange dauern könnte.

    Ist das orginal so pur, also ohne jede Beilage wie Salat oder oder?

  2. Basler Dybli sagt:

    Perfekt ! Praktisch genau so mache ich es auch. Zusätzlich verwende ich eine Prise Muskatnuss. Und dass ich mir “danach” einen Kirsch (statt einen Grappa) gönne. :-)

  3. Ob ich dieses jahr wohl zwischen den Jahren….mmmhmm…

    Danke für das Rezept!

  4. Azestoru sagt:

    Oh, das mache ich auf jeden Fall nach. Ich liebe Käsefondue.

    Welche empfehlenswerten aber nicht beschaffbaren Käsesorten sollte ich denn nehmen, wenn ich sie beschaffen könnte?

    • ralf sagt:

      Fondue Moitie-Moitie
      Halb Freiburger Vacherin/Halb Greyère. Hab´s allerdings noch nicht probiert, aber die Schweizer
      schwören drauf.

      • Hans sagt:

        Das ist das beste!! Für 4 Personen benötigt man 400 gr. Gruyère und 400 gr. Freiburger Vacherin. Pro 100 gr. Käse ca, 1 dl Dezalez. 1-2 Zehen Knoblauch sehr fein gehackt (keine Knoblaupresse verwenden!!!) Zum Verfeinern noch eine Ecke des Schweizer Galakäschens, einen guten Schluck Kirsch (ca. 1-2 cl), in welchem 1 -2 TL Maizena aufgelösst und zum Schluss der Schmelze beigefügt werden. Wichtig!! vor der Meizenabeigabe muss das Fondue fertig abgeschmekt sein mit zB. Muskat, Pfeffer, Paprika edelsüss, wer mag, auch einen Hauch Rosmarinpulfer. Gegessen mit einem dunklen Roggenbrot schmeckt es am besten! Normalportion = 150 gr. Käse pro Person. Von dieser Variante mag man aber meistens 200 gr. Mit Champagner zubereitet, läss sich noch eine Steigerung erzielen.

  5. Martin sagt:

    Hier einige Tipps und Tricks aus der Schweiz, damit das Fondue immer gelingt:

    - Das Fondue im vorliegenden Rezept wird zu “dünn” werden. Bei 350 ml Weisswein muss die Gesamtmenge Käse 800 g sein. Von Fondue kriegt man nie genung…. Pro Person rechnet man daher immer mit mindestens 200 g Käse/88 ml Wein, für 4 Personen also mit 800 g Käse/350 ml Wein.
    - Der wichtigste Käse ist der Gruyère. Als zweiten Käse würde ich nicht Emmentaler (das Fondue wird dann zu fade und “gummig”) sondern Appenzeller oder Freiburger Vacherin nehmen (in der Schweiz hat da jeder Käseladen sein eigenes “Geheimrezept”).
    - Zutaten (Käse und Weisswein) von Beginn an zusammen in den Fonduetopf (Caquelon genannt) geben und langsam erhhitzen.
    - Empfehlenswert: 1 Teelöffel Zitronensaft zu Beginn in das noch nicht geschmolzene Käse-Weingemisch geben; das Fondue bindet dann besser (v.a. wenn der verwendete Weisswein zu wenig sauer ist)
    - Die Stärke (Maizena; 4 gestrichene Teelöffel) ebenfalls zu Beginn direkt unter den (noch nicht geschmolzenen) Käse geben. Auflösen ist dann nicht nötig.
    - Achtung/Wichtig:Von Beginn an immer ohne Unterbruch Rühren (am Besten mit einer Lochkelle eine 8 zeichnen); Fondue braucht Geduld (mind. 5 Minunten) bis es schön sämig ist (dazu immer rühren, rühren, rühren…). Hat man einmal mit dem Erhitzen begonnen, kann man nicht mehr von Herd weglaufen!
    - Zum Abschmecken vor dem Servieren: frisch gemahlener Pfeffer, Paprika, Cayenne, Muskatnuss
    - Kurz vor dem Servieren: eine Messerspitze Natron darunterrühren. Das Fondue schäumt dann auf und wird besonders sämig (dazu immer rühren, rühren….)
    - Tricks: ist das Fondue zu dünn, in Weisswein oder Kirsch aufgeöste Stärke/Maizena darunterrühren; ist das Fondue zu dickflüssig, etwas Weisswein oder Kirsch darunterrühren
    - Was passt zum Fondue: Mixed Pickles (Kleine Gewürzgurken, Silberzwiebeln, Maiskölbchen etc.). Als Alternative zu Alkohol (Weisswein, Kirsch, Grappa) wird in der Schweiz oft ein leichter Schwarztee serviert
    - Schwarzbrot (Hefeteigbrot mit Ruchmehl) mit einer schönen Kruste ist besser als Weissbrot.

    Auf gutes Gelingen!

    • ralf sagt:

      Hallo Martin,

      besten Dank für deinen Nachtrag. Ich bin bisher mit dem Rezept gut klar gekommen.
      Aber 50 g Käse mehr schadet bestimmt nicht. Das mit dem Zitronensaft finde ich eine
      gute Idee.

    • Florian sagt:

      Hallo Martin, sehr gute Tips!
      Besonders Gruyère/Appenzeller kann ich sehr empfehlen – manche habens nicht so gemocht (Appenzeller riecht ein bisschen :) . Die Messerspitze beim Natron sollte man betonen, ich habs einmal etwas zu gut gemeint und dem Fondue dadurch Geschmack genommen.
      Grüße aus AUT!
      Florian

  6. Pingback: Drei Silvestermenüs 2011 | HighFoodality - Rezepte mit Bild

  7. pimpimella sagt:

    Seit ich ein Kind bin, gibts bei uns an Heiligabend Käsefondue. Ich kann gar nicht mehr ohne. Ich finde, man sollte mal einige Käsekombinarionen durchprobieren, unerlässlich ist aber der Gruyère, der muss hinein, und ohne Kirschgeist geht auch nicht. Bei uns gibt es immer Lychees aus der Dose (ja, wirklich) dazu, und frische in Spalten geschnittene Birnen. Und seit Kurzem verwenden wir sowohl weisses als auch dunkleres, gehaltvolleres Brot. Ich krieg schon wieder Hunger….Ralf, ist noch was da?

  8. Helene sagt:

    So schmeckt das Käsefondu auch … ein schuss Champagner dazu eine prisse Muskatnuss und dazu kl.Pellkartoffeln in Speck eingewickelt ..serviert mit einem gemischten Salat .Dazu kann man auch Trauben servieren ,schmeckt sehr lecker . Und zu guter letzt nicht zu vergessen einen guten Weisswein.. wünsch euch was :-)

  9. Holger sagt:

    Hm, Käsefondue, einfach himmlisch! :) Das wird es jetzt im Herbst an einigen Abenden sicherlich auch mal wieder geben. Wir dippen neben Brot auch gern gekochte Kartoffeln in den Käse und essen meist noch eingelegte Gurken dazu. Der Tipp mit dem Grappa ist auch nicht schlecht! :D (Die Herstellung von Grappa ist im Übrigen sehr interessant, dazu habe ich gerade einen guten Artikel gelesen: http://italienischer-grappa.com/grappa-herstellung/ )

    Es grüßt
    Holger

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