Auswärts: Restaurant Rollerhof-Basel

Wir sind zu Sechst und der Ecktisch mit Blick aufs Münster strahlt Behag-

lichkeit aus.  Es ist 18 Uhr und wir sind fast die ersten Gäste. Später füllt

sich das Restaurant bis zur Hälfte. Schnell haben wir uns auf 4-Gänge

Überraschungsmenü geeinigt, da steht schon der Gruß aus der Küche vor

uns.

Ein extra Lob für die umfangreiche Weinkarte, die mit Sachverstand

zusammengestellt wurde.

Das Amuse bouche ist ein kleines Tatar vom Thunfisch mit Rogen

vom Flugfisch(1).

Erfrischend, wenn auch etwas dezent gewürzt. Die Vorspeise folgt zügig.

Lachsfilet in Traubenkernöl pochiert mit süßem Senfeis(2).

Tolle Idee, schön präsentiert, lecker. Begleitet wird dieser Gang von

einem herrlich mineralischen Sancerre . Der Zwichengang ist gebratene

Gitzileber mit frischen Morcheln(3), die Leber perfekt gebraten von

zartem Geschmack. Der Hauptgang wird uns so erklärt: Angus Hochrippe

mit Pastinaken- und Rauchwurstpüree(4). Wobei uns zunächst am Tisch

nicht klar war, hat der Kellner jetzt Patisson oder Saucisson gesagt? Die Hoch-

rippe ist perfekt gebraten, aber trotzdem nicht übertrieben zart. Das ist schade,

zumal die Gesamtkomposition sehr stimmig ist. Rotwein: Rioja-Roda, wuchtig

und edel.

Das Dessert versöhnt mich dann wieder völlig mit der Küchenleistung:

Bananenglace auf Whisky-Karamellsauce mit Schokoladen-

granache(5). Perfekt!

Insgesamt ein sehr angenehmer Abend, eine reife Küchenleistung.

Unerwähnt ist bisher, dass es immer wieder kleine Zwischengänge gab.

Z.B. ein Zwetschgensorbet vor dem Hauptgang oder Rohmilchkäse mit

dreierlei Gewürzen vor dem Dessert. Ein feine Idee.

 

Die Rechnung stellt seltsamerweise der Azubikellner aus. Meinen Hinweis auf

die Hochrippe kontert er mit der Antwort ” Rindsfilet finde ich auch besser”.

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